Science-Center, Hands-On-Museen, machen Naturwissenschaften auch für Außenstehende im wahrsten Sinne des Wortes „greifbar“. Medienwissenschaft und Geisteswissenschaft im Allgemeinen kann jedoch ab und zu genau das Gegenteil davon sein, vor allem, wenn es um Theoriearbeit geht. Ausgehend von diesem Vermittlungsproblem und gefolgt von einer langen Diskussion entstand die gemeinsame Idee zur Erarbeitung eines Philosophischen Science Centers.

Im Zuge des Projektmoduls versuchen Studierende der Medienwissenschaft unter der Leitung von Prof Dr. Rolf F. Nohr (Lehrstuhl für Medienästhetik/ Medienkultur) Ansätze zur Umsetzung eines solchen medienphilosophischen Science Centers zu erarbeiten und auszutesten. Dabei ist die Idee eines räumlichen Science Centers schnell überarbeitet worden – um Theorie wirklich spürbar zu machen, wird derzeit ein Konzept erarbeitet, in welchem Erstsemesterstudierende ebendiese Theorien im Zuge eines experimentellen Walks durch Braunschweig nähergebracht bekommen. Dabei wird der urbane Raum transformiert, das eigene Verhalten reflektiert und vieles ausprobiert, immer mit dem Ziel, trockene Theorien lebhaft zu vermitteln. Geführt wird der Walk mit dem Arbeitstitel „QUESD (Quod esset demonstrandum)“ von einem Chatbot namens „5uspencer“, eingebettet ist er in ein actionreiches Narrativ: angelehnt an Fragestellungen der Wissenschaft selbst, gespickt mit popkulturellen Anspielungen und verrückten Akronymen. Ein spannender Einstieg nicht nur ins Studium, sondern auch in die Welt der Medientheorien.