HBK Braunschweig Rundgang

DIPLOM 'What remains in place' // Julika Teubert

Ausstellungsansicht in der Montagehalle
© Hannah Jung / Julika Teubert
Ort:Montagehalle | Campus
Zeiten: Do: 18-22 Uhr
Fr - Sa: 10-20 Uhr
So: 12-18 Uhr
Studiengang:Freie Kunst
Betreut von: Prof. Nasan Tur
Art der Veranstaltung:Ausstellung/Präsentation

Ich arbeite mit gefundenen Objekten und Materialien des öffentlichen Raums, die durch alltägliche Prozesse in den Straßen der Stadt entstehen, und im Anschluss an ihre Zweckerfüllung häufig wie Abfall zurückgelassen werden.

Finde ich die genannten Objekte, interessiert mich, welche Veränderungs- und Vergänglichkeitsprozesse eingesetzt haben und fortwähren, seitdem es der Stadt überlassen wurde.

Vor zwei Jahren begegneten mir erstmalig schildartige Aufsteller in Panama, die sich über ihre Funktion des Raumanspruchs und ihre direkte Ansprache an ihr Gegenüber auszeichnen. Die Formsprache dieser stählernen Aufsteller empfinde ich als eine sich weiterführende Form, die trotz unterschiedlicher Ausführung stets in ihrem Kern wiedererkennbar bleibt. Teil dieses Kerns ist die Funktion und der Zweck des ursprünglichen Objekts und Materials. Doch was passiert, wenn die Zweckhaftigkeit angegriffen wird? Wenn die Skulpturen sich fragmentieren, oder ihr Raumanspruch permanent, statt flexibel wird?

In diversen Teilen der Skulptur finden sich eingegossene Drähte, die meiner Archivsammlung entstammen. Es sind im öffentlichen Raum gefundene Objekte, die ich seit über fünf Jahren sammle. Nach ihrer Nutzung haben die Einflüsse der Stadt sie verformt, korrodiert und bis ins zweidimensionale gepresst. Lässt sich ableiten, welche ursprünglichen Handlungen hinter der einzelnen Form stehen? Was verändert sich, wenn die weitere Verformung und Verwitterung, aber auch die zweckmäßige Nutzung der Drähte durch das Konservieren vorläufig verhindert wird?